Ötztaler 2018

3.Platz beim Ötztaler Radmarathon – hob i des ez schon wirklich realisiert, frag i mi gerade?! Naja – dafür hab i no nid de Zeit für „mich selbst“ gehabt! Das i 3ter worden bin bei dem wohl prestigeträchtigsten Radmarathon unter Amateursportlern und für mich bedeutsamsten Radrennen, is mir objektiv betrachtet schon bewusst … aber emotional check i´s no nicht so ganz – dafür nimm i ma no de Zeit um zu reflektieren  :-)

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Geh jetzt mal in diesen Bericht detailliert ins Renngeschehen bzw den Verlauf ein – für meine Gefühle diesbezüglich ist noch zu viel „Nebel“ in meinem Kopf 😀

05:25Uhr … Blick auf´s Handy – 5min hob i noch bis der Wecker läutet, aber i bi ausgeschlafen und relaxt, also steh i halt eben auf … frühstück mein am Vortag hergerichteten Haferbrei (mit einigen Lebensmitteln im Anhang 😀 … also dazu gemischt zum Haferbrei) und einer Packung Reiswaffeln … dann Rad ins Auto und Fahrt von Längenfeld nach Sölden zum Start.

06:45Uhr … war da Start – wo startete ich – ganz vorn seitlich im Hintergrund versteckt 😉 … war ich nervös – na eigentlich nicht, mehr wie „treten“ kann i eh nicht! Aber i wollt raus – raus auf Ötz und des schnell, weil de Anfangsphase mag i gar ned beim Ötztaler. Über 4.000 Starter – viele wolln nach vorn ohne Rücksicht auf andere – manchmal Hirnlos (sorry für die Worte) Jedoch so angenehm war´s noch nie bei mein 4ten Start beim Ötzi – keiner überholte mich „Hirnlos“ 😀

ca um 07:30Uhr war eigentlich „mein“ Start beim Ötzi, als es rauf und rein ging in den Anstieg auf´s Kühtai 1.200m bergauf … kalt und nass is es gwesen, aber mir war heiß richtig heiß! Kann mi ja nicht wirklich an&aus ziehen während der Fahrt am Rad (ausziehen geht schon irgendwie, aber wieder anziehen für de Abfahrt is nicht empfehlenswert für mi und de Teilnehmer neben mir 😉 ) … Somit bin i mit einer Jacke mit der i im Winter Ski Touren gehe, aufs Kühtai rauf geradelt – diese hob i dann am Brennerpass bei meinen Betreuern ausgezogen – ab da weck fuhr i donn mit Trikot Armlingen und Wind-Gilet. Für de Anstiege angenehm für de Abfahrten brrrr. „beschissen“ … aber egal jetzt – ist eine „Nebensache“ de i zu akzeptieren hob und auch annehme – deswegen verlier oder gewinn i kein Rennen 😉

Zurück zum Renngeschehen oder meine etwas riskante (Im Nachhinein kluge) Taktik. Immer wieder bei Radmarathons im Gebirge kommt da 1. Pass/Anstieg, welcher sehr schnell gfahrn wead (für mein Niveau zumindest) … Dann geht´s runter de Abfahrt und as Tempo wead raus gnommen. Somit hab i de Spitze mit 8Mann aufs Kühtai rauf in der Hoffnung, dass in weiterer Folge bis zum Brennerpass wieder eine riesige Spitzengruppe sich zusammen gefahren hat – fahren lassen. Dadurch hab ich mir „Kräfte“ erspart, weil i eben nicht „Vollgas“ fahren musste. Man muss/darf/soll/kann dann eben auch den Windschatten im flachen vom Vordermann nutzen 😉 …. diese Taktik is ma donn auch so ähnlich auf gegangen … somit war i beim Beginn zum Anstieg aufn Jaufenpass wieder dabei an der Spitzengruppe vo 8Leuten.

Rubisoir Daniel (ein guter Rad-freund von mir – und in meiner Wahrnehmung a lockerer Typ welcher in dem Sinn nicht zu „verpissen“ ist) war in dieser Spitzengruppe und meinte als i bei ihm war: „aaahh, bist jetzt a endlich aufgwacht, weilst bei uns bist (also in der nun 9Mann starken Spitzengruppe) … musste lächeln :-)

Also weiter gings aufn Jaufenpass – schnell rauf in 50min, jedoch verspürte i no etwas Reserven! Is recht förderlich wennst no 3Std Fahrt as Ziel hast! Dort oben waren´s nur noch 4Mann ganz vorne.

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Runter gings de Abfahrt auf St. Leonard wo´s glei wieda rauf ging – da gings donn wirklich rauf. um de 1.800 Höhenmeter auf 29km. Unten ankommen waren´s nur noch 3Mann an da Spitze. Da spätere Gewinner des Ötztalers Mathias Nothegger hat dann aber nach ca. 9km wieda zu uns aufgschlossn. Waren dann kurz zu viert (2 Italiener + 2 Österreicher) bis sie mich dann im Regen stehen gelassen haben, oder besser/schöner ausgedrückt ich habe etwas raus genommen, wegen dem Gefühl/Befürchtung, dass dieses Tempo für mich zu hoch is und i dadurch an totalen Leistungseinbruch kriegen könnte, Somit Good Luck Boys und ich war „alleine“ unterwegs. Den Leistungseinbruck hob i nicht wirklich kriegt, aber einer der Italiener nämlich Vorjahressieger Stefano Cecchini. konnte ihn einholen und auch überholen – somit „alleine“ auf Platz 3 de letzten 6km bis zur Passhöhe gradelt.

Baaahh oben am Pass: „i hob an 3ten Platz beim Ötztaler, nur no 30min bergab ins Zieldieser Gedanke schwirrte mir mal „kurz“ aber bewusst in den Kopf – den hab i aber gleich „verblasen“ , weil da/dort schon eventuell an Fokus a klein wenig verlieren kann Fatal sei. … Ausserdem war ma SauKalt – Schalten/Bremsen mit abgefrorenen 5 Fingern 😉 is nicht mehr so leicht&locker … also bleib dran bevorst nicht im Ziel bist, steht no gar nix fest – denk nicht schalt ab deinen Kopf und tritt weiter … weiter weiter weiter …

ca. 3km vorm Ziel – letzer kurzer Gegenanstieg, da noch rauf kämpfen – der Gedankehey was is grad du bist 3ter beim Ötztaler, des kann si ausgehen“, Emotionen steigen mir scho a bissl rauf zugleich der Gedanke und de Ermahnung „pssssst sei still – Kopf aus es is noch nicht erledigt, bleib bei der Sache was „gerade“ ist“ … weiter weiter weiter …

Dorfeinfahrt Söldende Emotionen brechn fast schon durch bei mir – buuuh es wird schwierig noch cool zu bleim

300m vorm Ziel – nix mehr mit COOL, de EMOTIONEN brechn raus … mia kemman de Tränen nachn letztn Blick noch hinten. I fahr in Kürze als 3ter ins Ziel beim Ötztaler Radmarathon 2018

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Glaubt mir, da fällt schon sehr viel ab … auch i hob mei „Geschichte“ was nix mit dem zu tun hat, dass i vor 15Jahren an Arm verloren hob.

Was weiters no folgte an dem Tag – vieles 😉

Welch ein SONNEN-tag 😀 …